stacey-matrix
Ein zwei-achsen-modell, das sortiert, in welcher art system man gerade steckt — und welches vorgehen dort sinnvoll ist. Die achsen sind unsicherheit beim was (wie klar ist, was getan werden soll) und unsicherheit beim wie (wie klar ist, wie es zu tun ist).
Daraus ergeben sich grob vier zonen:
- einfach (klar beim was und wie) → plan und ausführung.
- kompliziert (eine seite unklar, expert:innen helfen) → analysieren, dann planen.
- komplex (beides unklar) → probieren, wahrnehmen, anpassen (probe-sense-respond).
- chaotisch (alles im fluss) → erst handeln, um stabilität zu schaffen.
Das nützliche an der matrix ist nicht die taxonomie an sich — es ist die warnung vor modus-verwechslung. Wer ein komplexes system mit plan-execute angeht, optimiert antworten auf die falsche frage. Wer ein kompliziertes system mit probieren angeht, verbrennt unnötig zeit. Beide irrtümer fühlen sich von innen heraus oft genauso „richtig” an.
In komplexen systemen ist die einzige seriöse strategie iteration in passenden zeitskalen: kleine experimente, ehrliche beobachtung, anpassung. Cynefin (Dave Snowden) baut auf demselben gedanken weiter aus.
Anschluss
- das-ergebnis-eines-systems-ist-sein-zweck — POSIWID; warum die system-art überhaupt geklärt sein muss, bevor man entscheidet.
- komplex-oder-kompliziert — die offene frage: woran erkenne ich, in welcher zone ich stehe?
- toolkit-fuer-komplexe-situationen — repertoire-arbeit, wenn klar ist, dass es komplex ist.
- lernen-durch-erfahrung — die methode, die komplex erfordert.
Themen
Quick-Capture via Chat · State: boat · 2026-06-30
gepflanzt vor 2 wochen · zuletzt gepflegt vor 2 wochen